Shortheaven · 2026-11-03
Hedonische Anpassung: Warum ein Lottogewinn den Alltag nicht automatisch heller macht.
Was macht dir schon heute eine kleine Freude? Schreib es in die Kommentare.
Brickman, Coates und Janoff-Bulman verglichen 1978 22 Lottogewinner mit 22 Menschen ohne großen Gewinn. Gefragt wurde, wie glücklich sie waren und wie sehr sie alltägliche Ereignisse genossen.
Die Gewinner gaben in dieser Studie nicht deutlich mehr Glück an als die Vergleichsgruppe. Kleine Alltagsfreuden bewerteten sie sogar als weniger schön. Die Autorinnen und Autoren erklärten das mit Anpassung: Das neue Niveau wird normal, und gewöhnliche Freuden wirken im Vergleich blasser.
Die Studie war klein, stammt von 1978 und beruht auf Selbstauskünften. Sie zeigt kein Gesetz für alle Menschen, aber einen Grund, kleine Freuden ernst zu nehmen.
Speicher dir das für den Tag, an dem du denkst: Wenn ich erst das hätte, wäre alles gut.
Quelle: Brickman, P., Coates, D., & Janoff-Bulman, R. (1978). Lottery winners and accident victims: Is happiness relative? Journal of Personality and Social Psychology, 36(8), 917–927. doi:10.1037//0022-3514.36.8.917
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