denkbeleg · 2026-10-21
Brainstorming in der Gruppe ist beliebt, doch die Forschung legt nahe, vorher allein zu sammeln. Viele Köpfe fühlen sich nach vielen Ideen an, das Gespräch bremst aber oft aus.
Michael Diehl und Wolfgang Stroebe verglichen 1987 Gruppen mit Einzelpersonen, deren Ideen anschließend zusammengezählt wurden. Die Einzelnen kamen auf mehr Ideen als die Gruppen im Gespräch. Gemessen wurde die Menge, nicht die Qualität. Die Arbeit erschien im Journal of Personality and Social Psychology.
Ein Hauptgrund ist die Produktionsblockierung: Im Gespräch kann immer nur eine Person reden. Die anderen warten, vergessen eigene Einfälle oder behalten sie für sich.
Umgedeutet heißt das: Erst allein sammeln, dann gemeinsam auswählen, ist einen Versuch wert.
Speicher dir das für die nächste Teambesprechung.
Sprecherstimme und Bild KI-generiert. Ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung.
Mehr dazu
- Selbsttest: Persönlichkeit: die Big Five
- Alle Selbsttests aus der Forschung
- Im Buch: „Das laute Nichts“
- Mehr Videos: Shortheaven und denkbeleg
